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Samstag, 11. Dezember 2010

Sendung 13.12.2010

Hallo - leider wird es auch am 13.12. nichts mit einer Livesendung. Dafür habe ich Euch 24 Soundperlen zusammen gestellt.
24 passend zur vorweihnachtlichen Zeit - man kann sich nun alle anhören, oder mal bis zum 13.12. durchhören und dann jeden Tag einen neuen Song.

Hier sind die Songs und ein paar Zeilen von mir dazu:


01 – FRANZ ADRIAN WENZEL – Are you lonesome tonight (Elvis Cover) – der Franz ist ja auch als Fred bekannt, genauer als „Austrofred“ und als solcher schon sehr erfolgreich. Nicht minder erfolgreich aber auch also Leadsänger der Buberlpartie KREISKY – hier wieder als Franz. Den Franz kenne ich doch schon sehr lange, das war zu Zeiten, wo man noch unter Gelee Royale konzertierte. Und dem Franz habe ich auch einen Kinoauftritt zu verdanken.

02 – DIYANA – Queen of the Bongo – die Künstlerin Diyana covert hier den ManuChaoHit „King of the Bongo“ und feminisiert den Titel sozusagen gleich. ManuChao kenne ich auch schon einige Zeit, bereits als Sänger von ManoNegra und auch schon sehr genial. Natürlich habe ich mir den Liveauftritt in Tarvisio nicht entgehen lassen (und noch nie so viel Exekutive gesehen).

03 DARK SERVANTS OF THE SQUID LORD – Invocation of the elder ones – ein Stelldichein von zwei österreichischen Musikern. Sehr unbekanntes Projekt, das auch nur zu besonderen Anlässen live zu sehen ist.

04 – BLACK SMOKE – Mannequin (Cradle of FilthRemix) – hinter BlackSmoke versteckt sich der ehemalige KLF-Mastermind Jimmy CAUTHY. Hier wird ein Remix von Mannequin (im Original Cradle of Filth) geboten. Ich denke zu KLF muss man nichts sagen – neben Jimmy Cauthy war noch der sehr geniale Bill DRUMMOND aktiv – haben der Musikindustrie einen Spiegel vorgehalten und gezeigt, dass der Mainstream kopier- und reproduzierbar ist.

05 - ULTRALYD – Street Sex – ein norwegisches Nachfolgeprojekt zu den genialen – und sehr lauten – NOXAGT, die ja eines der ersten Konzerte waren, die wir in der Klosterburg veranstaltet hatten. Damals waren wir logistisch noch komplett überfordert, aber auch unsere Anlagenmensch. Ultralyd = Freejazz zum Headbangen.

06 – LES CLAYPOOL - What would Sire George Martin Do? ein Solostück des Primussängers und Bassisten. Enthalten ist dieses Stück auf „Of funghi and foe“. Claypoolsspieltechnik und seine nasale Stimme sind einzigartig und deswegen unverwechselbar. Priums sind leider schon längere Zeit nicht mehr im Studio gewesen – das Cover der LP (ja LP) „FrizzlyFry“ war für mich der Anstoß ein wenig kreativ zu werden.

07 – JOHN ZORN – Supplicant – ein Track aus dem Moonchildprojekt des amerikanischen Musikers. Bei diesem Projekt wirken neben Zorn selbst auch solche Musikgrößen wie Mike Patton oder Marc Ribot mit. Hier präsentiert sich Zorn von seiner „brutaleren“ Seite. John Zorn war mit seinem Projekt NAKED CITY für mich eine Initialzündung, um auch andere musikalische Bereiche kennenzulernen und auszuloten.

08 – EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN – Zuckendes Fleisch – die Neubauten sind immer noch ein Genuss und sozusagen eine „Bank“ wenn es um innovative und außergewöhnliche Musik geht.

09 – COBRA KILLER MIT KAPAJKOS – Mund auf Augen zu (Stecker raus, ich dreh durch) – die beiden Berliner Mädels – hier unterstützt durch das „Mandolinenorchester“: Live sind sie eine Wucht und wissen, wie man Party macht – gesehen am Berg u Talfest 2005 – sehr geile Sache.

10 – BUTTHOLE SURFERS – Who was in my room last night – wieder so eine Band, die für einige musikalische Jungspunde Vorbild war. Die Stimme von Gibby Hanes gab nicht nur den ButtholeSurfers den unverkennbaren Sound, sondern machte auch solche Perlen wie „Jesus built my hotrod“ zu Perlen der alternativen Musikkultur. Leider gab es schon länger keine „Neuigkeiten“ der Band.

11 – HELLSONGS – Warpigs – ein BlackSabbathKlassiker – gecovert von den Loungerockern Hellsongs. Bei Warpigs muss ich immer wieder an „alte Zeiten“ denken, die erste FaithNoMoreCD, die ich in meinem Besitz hatte, wo ja auch dieser Song gecovert worden ist.

12 – MANOWAR – Warriors of the World (Topper Harley Edit) – obwohl Manowar ja nicht zu jener Musik gehört, die sich gehört gehört ;-), muss ich zu meiner Schande gestehen, dass auch ich die „Metaller“ (jedenfalls eines ihrer Alben) auf LP besitze. Hier genialst remixt.

13 – MONTY PYTHON – Finland – die britischen Komikertruppe, die in den 70er Jahren schon durch intelligente Comedy zu überzeugen wusste – und nicht im „Überflusscomediansumpf“ landete, den man heutzutage kennt, huldigt hier dem Land der 1000 Seen – and now to something completely different….

14 – FUCK BUTTONS - Flight of the feathered serpent – ein englisches Elektrozweigespann, dass ich beim Elevatefestival in Graz live erleben durfte. Wirrer Sound, Noisegezirpe, verzerrte Stimmen und der Einsatz von Spielzeuginstrumenten.

15 – HELLA COMET – Burty The Hatchet – eine ziemlich geniale Band aus Österreich – rocken wie Sau und waren heuer live in der Klosterburg Arnoldstein.

16 – MASS KOTKI – SweetMelody (DJ SZUm Remix) – noch eine Gruppe, die uns schon mal in Kärnten beehrt hat. 3 Mädels aus Polen, die ordentlich im Electroclashmetier wirbeln.

17 – DANGERMOUSE and SPARKLEHOUSE – Dark Night of the Soul feat. DAVID LYNCH – an sich ein Kunstprojekt, dass bereits vor einige Jahren durch das Internet kursierte. Ein paar der kreativsten Köpfe aus Film und Musik haben sich zusammen getan und ein Album, inkl. visueller Verarbeitung, heraus gebracht. Hier singt der Meister – DAVID LYNCH – selbst – unvergessen natürlich seine TwinPeaksSerie.

18 – ANGELO BADALAMENTI – THE EDGE OF LOVE (OST) – Fire to the stars – und hier schließt sich der Kreis zu TwinPeaks und Lynch. Angelo Badalamenti war annähernd der Hauptkomponist für einige der kreativsten medialen Ereignisse des oben genannten Regisseurs. Ob eben TwinPeaks, Mullholland Drive oder Wild At Heart – federführend für diese und auch andere Soundtracks war Mr. Badalamenti.

19 SALEM – Killer – der nächste Hype? Bedrohlich dunkle und knisternde Soundwände prallen aufeinander, die Kategorisierung fällt immens schwer, was durchaus positiv gesehen werden sollte. Zum Wort Salem selbst fällt mir der Stephen King Klassiker „Brennen muss Salem“ ein – und das könnte der literarische Soundtrack sein.

20 – THEEX – Maybe I was the pilot – seit bereits über 30 Jahren gibt es diese niederländische PunkRockBand und von Anfang an hat man auf Selbständigkeit gesetzt und im Vermarktungsbereich so wenig wie möglich von außen organisieren lassen. TheEx haben aber auch die Grenzen des Genres PunkRock gesprengt und sich auf alle möglichen weitern Spielarten der Musik eingelassen.

21 – THE SONIC BOOM FOUNDATION – Wasted – The SonicBoomFoundation besteht aus dem harten Kern der ehemaligen Band ThinkAboutMutation. Und der Sound bestätigt die Wurzeln der Band. Live auch bereits einmal in der Klosterburg zu Besuch gewesen, konnten sie das Publikum von den ersten Takten an auf ihre Seite ziehen.

22 – ANIMA SOUND SYSTEM – World at war (Tigris or just you and mix) – eine ungarische Band, die eine bleibende Erinnerung an eines meiner ersten Szigetfestivals, darstellt. Leider wurde die Qualität dieses Festivals auf der Budapester Donauinsel. in den laufenden Jahren nicht besser, sondern stagnierte eher.

23 – KASBAH ROCKERS – Yullara (feat. Oez) – orientalische Musik eignet sich zum Träumen und Relaxen und erinnert an eine Reise in die Wüste Sinai.

24 – SLEEPYTIME GORILLA MUSEUM – Sleep is wrong – experimentelle Rockband aus Amerika, die 1999 gegründet wurde. Und live der absolute Hit – selbst gebastelte Instrumente und durchgeknallte Musiker – was will man mehr. Und als „Endtitel“ für die Sendung passt es doch auch mit „Sleep is wrong“ – wünsche noch eine tolle Nacht.

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